Bestrickende Vergangenheit ...

... für die Ewigkeit.

Verzinkte Garnspindel erinnert eindrucksvoll an die textile Historie von Bergneustadt

Nicht viele Städte haben eine „bestrickende“ Vergangenheit. Bergneustadt im Oberbergischen Kreis hat sie und ist stolz darauf. Schließlich wurden hier noch bis 1980 unter der Industriedynastie Krawinkel feine Strickwaren und Textilien produziert. Sogar die erste deutsche „Miss World“, Petra Schürmann, betörte die Zuschauer 1956 bei ihrem siegreichen Auftritt in London mit einem Badeanzug, Made in Bergneustadt.

Deshalb wurde in Würdigung und in Erinnerung an die textile Vergangenheit der Stadt im Jahr 2009 eine Skulptur der besonderen Art errichtet. Als Mittelpunkt des östlichen Kreisverkehrs an der B55 wurde die verzinkte, pulverbeschichtete und in roter Farbe lackierte Garnspindel positioniert. Sie räumt der jahrhundertelangen Bedeutung der Stadt als Textilhochburg mit Nachdruck den verdienten Stellenwert ein. Das Projekt wurde durch einen Schulwettbewerb initiiert. Das repräsentative Objekt stellt einen Teil des Produktionsprozesses in der Textilverarbeitung dar, wobei das Garn von tausenden solcher Spindeln zu Strickwaren und Trikotagen verarbeitet wurde.

Die ehemalige Fabrik Krawinkel als historische Produktionsstätte, wurde unter Beteiligung verschiedener örtlicher Investoren in den Jahren 2010 bis 2012 zu einem zeitgemäßen Wohn- und Dienstleistungszentrum umgebaut und beherbergt heute in der attraktiven Stadtmitte unter anderem verschiedene Einzelhandelsgeschäfte, großzügige Wohnungen und das Rathaus.