Um so viele Ideen zum Klimaschutz wie möglich zu sammeln und die Prioritäten der Bürgerinnen und Bürger richtig abzubilden, hat die Stadt Bergneustadt eine Online-Ideenkarte eingerichtet. In diesen digitalen Stadtplan können Ideen, Anregungen und gute Beispiele für mehr Klimaschutz in Bergneustadt eingetragen werden.
Dafür stehen sieben Kategorien zur Auswahl:

1.            Nachhaltige Mobilität,
2.            Energie,

3.            Anpassung an den Klimawandel,

4.            Bauen, Sanieren & Stadtentwicklung,

5.            Klimabildung & Konsum,

6.            Stadt(-verwaltung) als Vorbild und

7.            sonstige Ideen.

Bis Mitte August ist die Ideenkarte zur Nutzung im Internet freigeschaltet. Am Ende der Laufzeit werden die Ideen ausgewertet und fließen schließlich in die Entwicklung von Maßnahmen für das Klimaschutzkonzept ein.


Am 21. Juni gab die Stadt Bergneustadt mit einer Auftaktveranstaltung zur Akteursbeteiligung den Startschuss für die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes. Alle interessierten Akteure und Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, ihre individuellen Ideen, Vorstellungen und Potenziale für mehr Klimaschutz in Bergneustadt einzubringen. In diesem ersten Beteiligungsformat ging es vor allem darum, welche Handlungsfelder in Bergneustadt vorrangig angegangen werden sollten und welche Unterstützungsangebote und Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen.
Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister Herrn Thul und die Klimaschutzmanagerin Frau Leidig, stellte Frau Lohoff von der Ingenieurgesellschaft Gertec aus Essen die Inhalte und Ziele eines Klimaschutzkonzeptes vor. Anschließend wurden Handlungsfelder, konkrete Ideen und Rahmenbedingungen gemeinsam diskutiert.
Die vorgetragenen Präsentationen finden sich nachstehend. Die nächste öffentliche Veranstaltung zur Akteursbeteiligung wird voraussichtlich im November stattfinden. 


Förderung

Seit dem 01.10.2021 hat die Stadt Bergneustadt eine Klimaschutzmanagerin. Nora Leidig ist vorrangig für die Planung, Erstellung und Umsetzung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes zuständig, das bis März 2023 erarbeitet wird. Das Klimaschutzkonzept beinhaltet Ziele, Strategien und Maßnahmen, die dazu dienen, den Klimaschutz als Querschnittsaufgabe in der Kommune nachhaltig zu verankern. Eine wichtige Aufgabe der Klimaschutzmanagerin ist die Schaffung einer Schnittstelle zwischen Verwaltung, Politik, Bürgerinnen und Bürgern, ansässigen Unternehmen, Vereinen und allen anderen relevanten Akteuren. Gemeinsam sollen Lösungen gefunden werden, um in der Stadt klimafreundlich zu handeln und Energie und Treibhausgase einzusparen.

Für die Zeit der Erstellung dieses integrierten Klimaschutzkonzeptes und die Umsetzung erster Maßnahmen wird die Stelle aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) für zwei Jahre gefördert.

Vorhaben:
KSI: Aufbau eines Klimaschutzmanagements mit Erstellung eines Konzeptes für die Stadt Bergneustadt

Laufzeit: 01.10.2021 bis 30.09.2023

Förderkennzeichen: 67K17118

Projektträger: Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH


Integriertes Klimaschutzkonzept
Das Klimaschutzkonzept dient als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten der Stadt Bergneustadt. Anhand der Zusammenfassung der lokalen Potenziale zur Energie- und Treibhausgaseinsparung können Ziele und Strategien für den kommunalen Klimaschutz definiert werden, die speziell auf die Stadt Bergneustadt zugeschnitten sind. Zunächst wird im Rahmen einer Ist-Analyse der aktuelle Stand aller relevanten Klimaschutzaktivitäten in der Stadt ermittelt und eine Energie- und Treibhausgasbilanz für die Stadt erstellt. So werden die Potenziale der einzelnen Handlungsfelder sichtbar. Durch die Beteiligung von Verwaltungseinheiten, Energieversorgern, Interessen- und Umweltverbänden, Bildungseinrichtungen, Investoren, verschiedenen Bevölkerungsgruppen und politischen Entscheidungsträgern ist es möglich, die Handlungsfelder zu priorisieren. Gemeinsam werden Umsetzungsstrategien entwickelt, die schließlich zu konkreten Maßnahmen führen, welche kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden sollen. Um eine koordinierte Umsetzung der Maßnahmen zu gewährleisten, werden im Klimaschutzkonzept ein Controllingkonzept und eine Verstetigungsstrategie festgelegt.

Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.